
Philharmonischer Chor Köln und Brussel Choral Society singen das Requiem von Antonín Dvorák
Das von Antonín Dvorák um 1890 komponierte Requiem verfehlt in der Reihe der großen Requiem-Vertonungen wohl nur deshalb einen Spitzenplatz, weil es kaum auf Konzertprogrammen zu finden ist. Unbestreitbar aber schuf der Schöpfer der berühmten 9. Sinfonie Aus der Neuen Welt mit dieser gewaltigen Totenmesse ein beeindruckendes Chorwerk.
Johannes Brahms äußerte über Dvorák: „Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben.“ Dass die melodische Erfindungskraft bei Dvorák enorm ist, erkennt der Hörer schon im ersten Satz.
Wie ein roter Faden zieht sich das Leitthema des ersten requiem aeternam, schlicht gefasst in den vier Tönen f-ges-e-f, durch das gesamte Stück und wird damit zum eigentlichen Vorzeichen der Totenmesse in b-moll. Am Ende überlässt es Dvorák dem Hörer, seine eigenen Fragen und Hoffnungen zu Tod und Ewigem Leben in diese vier schlichten Töne hineinzuinterpretieren.
Der Philharmonische Chor Köln ist bereits seit über 60 Jahren fester Bestandteil im Kölner Kulturleben. Mit zahlreichen Aufführungen nicht nur der bekannten Chorwerke, sondern auch mit Kölner Erst- und Uraufführungen bereichert der Chor immer wieder die Konzertprogramme der Stadt. So wurde auch das Requiem von Antonín Dvorák im Jahre 1954 durch den Philharmonischen Chor erstmalig in Köln aufgeführt.
Mit der erneuten Aufführung des Werkes am 1. April 2012 um 20 Uhr in der Kölner Philharmonie wird nun die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Brussels Choral Society (Einstudierung Eric Delson) fortgesetzt.

Der Philharmonische Chor Köln wurde 1947 gegründet und führt seitdem bekannte und weniger bekannte Chorwerke verschiedener Epochen auf.
Der Chor zählt heute ca. 100 Sängerinnen und Sänger.
In jüngster Vergangenheit standen einige selten aufgeführte Werke auf dem Programm des Chores, darunter die gefeiert Uraufführung „… silence …“ des Komponisten Wilfried Maria Danner im November 2008 oder die selten zu hörende "Sea Symphony" von Ralph Vaughan Williams im Oktober 2011, aber auch "Klassiker" wie das "Weihnachtsoratium" von Johann Sabstian Bach und "Die Schöpfung" von Joseph Haydn.
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Haben Sie bitte keine Scheu einmal bei einer Gesamtprobe vorbeizukommen.
Wir freuen uns immer über Sängerinnen und Sänger, die Spaß am gemeinsamen Singen haben.